BMW

Unternehmensgeschichte BMW-Motorrad

Die heutige Bayrische Motoren Werke Aktiengesellschaft (BMW AG) hat seine Ursprünge von Karl Rapps Firma Rapp Motorenwerke GmbH in München. Diese hat sich am Anfang auf Flugmotoren spezialisiert. Erster Geschäftsführer war seit der Gründung 7. März 1916 bis 1942 franz Josef Popp.

Der Aufstrebende Ingenieur Max Friz entwickelte 1923 mit Martin Stolle das erste BMW-Motorrad, die R 32. Somit waren der Grundstein für die Produktionslinie Motorräder gelegt. Friz brauchte leidlich 5 Wochen für den Entwurf. Das Grundprinzip ist bis heute erhalten: Zweizylinder-Boxermotor und Kardanantrieb im Doppelrohrrahmen. Zwei Jahre später kam die R 39 auf den Markt mit senkrecht stehenden einzelnen Zylindern, ebenfalls typisch für BMW.

Im zweiten Weltkrieg wurden von 1941 bis 44 Wehrmachtsgespanne speziell für die Wehrmacht entwickelt und gefertigt. Dazu zählen die überschweren Motorradgespanne BMW R 75 Gespann und Zündapp KS 750 Gespann. Beide Modelle haben einen zuschaltbaren Beiwagenantrieb und diente mit Einheitsprotzhaken als Zugmaschine für leichte Anhänger (350kg) und Leichtgeschütze.

Ab 1955 begann die Ära der Vollschwingen-BMW mit der R-Modellreihe. Ebenfalls wurde der Kardantrieb so geändert, dass die Motorräder bei Lastwechseln nicht wie andere um die Querachse kippen, sondern sich komplett heben oder senken. Gummikuh wird dieses einzigartige Fahrverhalten genannt.

Die von 1960 bis 1966 hergestellte R27 ist das letzte von BMW hergestellte Einzylinder-Viertaktmotor Motorrad und das letzte Baumuster der Einzylinder-BMWs mit Kardanantrieb.
Mit dem Motorrad endete auch der Markt für diese Art aufwendig gebauten Motorräder, da immer preiswertere Autos einerseits und sportliche japanische Motorräder für die Freizeit andererseits in Konkurrenz traten. BMW stieg 1969 mit der R75/5 in die damals höchste Hubraumklasse ein, doch die von CB750 Four von Honda mit Vierzylindermotor leitete eine Entwicklung ein die den gesamten europäischen Markt ins Hintertreffen geraten ließ. Auch als BMW 1973 mit der R90 S Hubraum nachlegte, hatte bereits im Vorjahr die Kawasaki Z1 mit Tassenstößeln einen Maßstab gesetzt. Die Motoren aus Japan waren nicht nur stärker, sondern mussten auch seltener gewartet werden.
 
Nach fast ein Jahrzehnt setze BMW 1980 auf den Boom und es folgte die erste Enduro die R80 G/S. Die erste Enduro mit Mehrzylindermotor. Aus der Not der üppigen Kardanschwinge wurde auf den zweiten Schwingenarm verzichtet, da eher abwegig war ein Motorrad mit Mehrzylindermotor und Kardanantrieb im Gelände einzusetzen. Das änderte sich jedoch als BMW die nächste Rallye Dakar gewann. BMW war zurück im Motorradsport. Mit der K100 fertigte BMW 1983 eine neue Motorradbaureihe. Es erstmals anstelle des typischen luftgekühlten Boxermotor einen längs eingebauten wassergekühlten 2-Ventil-Vierzylinder-Reihenmotor eingebaut. Dadurch bedarf es keiner Umlenkung zwischen Kurbelwelle und Kardanwelle. Die Zylinder liegen waagerecht, um einen ebenso tiefen Schwerpunkt wie bei Boxermotoren zu erzielen. Dieser eigenständige und konsequente Entwurf gilt als bemerkenswerte Konstunkteursleistung.

Laut Gerüchte bzw. Bekundungen wolle BMW keine Motorräder mit Boxermotor auf den Markt bringen. 1993 brachte BMW jedoch, auf Rechnung ihrer Stammkundschaft, die R 1100 RS auf den Markt mit einem komplett neu entwickelten Boxermotor. Spektakulär war das Telelever-System, das erstmals bei einem Serienmotorrad das Einsinken beim Bremsen fast ganz unterband. Auf die Nachfrage nach einem kleineren Einsteiger-Motorrad brachte BMW in Zusammenarbeit mit dem Motorenhersteller Rotax und dem italienischen Motorradhersteller Aprilia die F650 basierend auf der Aprilia Pegaso mit Einzylindermotor von Rotax. Die Motoren des Nachfolgemodells G650 stellt das Unternehmen Loncin her.

Im Jahr 2000 brachte BMW mit der C1 eine ungewöhnliche Neuheit auf den Markt. Der Grundgedanke ist ein besserer Unfallschutz durch Sicherheitsgurte und ? zelle, bei dem die Helmpflicht entfällt, sowie Wetterschutz vor Regen und Fahrtwind. Der Roller soll die Wendigkeit eines Zweirades mit der Sicherheit eines Autos verknüpfen. Mit der K 1200 S die 2005 herraus kam, wird langsam die Baureihe mit längs eingebautem Vierzylindermotor nach und nach abgelöst. Diese Motoren sind mit Duolever, dem nachfolger der Telelever, ausgestattet. 2006 führte BMW die F800 mit Parallel-Twin ein und schloss somit die Lücke zwischen einzylindrigen Einsteigermodell F650 und den großen R- und K- Baureihen. Die Motoren sind wie beim Vorgänger wieder von Rotax. 2008 kam das erste Motorrad der G Modellreihe herraus die Sportenduro G450 X. Alle Motorräder der Reihe werden ausschließlich mit wassergekühltem Einzylindermotor ausgestattet. 2009 kam gleich eine weitere Modellreihe mit dem Superbike S 1000 RR auf dem Markt. Die Modelle werden im Gegensatz zu denen der R- und K-Reihe, die ausschließlich mit Kardanantrieb gefertigt werden, durch eine Kette angetrieben. Sie ist als Homologationsfahrzeug für die Teilnahme an der Superbike-Weltmeisterschaft konstruiert. Die K 1600 GT von 2011 ist das erste serienmäßige Sechszylindermotorrad aus deutscher Produktion. In den folgenden Jahren wurden die Modellreihen weiter ausgebaut.

Fun Facts BMW-Motorrad

Zahlen

- Das BMW-Werk-Berlin ist das Stammwerk der Motorsparte des Fahrzeugherstellers BMW.
- 2017 stiegen die Absatzzahlen um 13,18 % auf 164.153 Stückzahlen
- 2001 lief das einmillionste Motorrad übers Band.
- 2011 folgte das zweimilionste, eine R 1200 GS
- Absoluter Spitzenreiter im Verkauf über die Jahre ist die R 1200 GS
- BMW führt mit 24 % (24753 Neuzulassungen 2017) Anteilen den Markt an
- Von dem Wehrmachtsfahrzeug R 75 Gespann wurden 16510 und Zündapp KS 750 Gespann 18635 Stück gebaut

BMW Polizei Motorräder

Die deutschen Bundesländer statten ihre Kraftradstaffeln fast ausnahmslos mit BMW aus. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben ist europaweite Ausschreibung notwendig, weshalb z.B. in Berlin (2008) und Hessen (2005) Moto Guzzi bzw. Yamaha den Zuschlag bekamen. Aktuell werden die F 700 GS, F 800 GS, F 800 GT und R 1200 GS mit Sonderausstattung als Behördenmotorräder genutzt. Auch in anderen Ländern ist BMW sehr beliebt wie u.a. in Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich, Polen, Russland, Ägypten, USA, Thailand, etc.

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